Schule ohne Rassismus! Schule mit Courage!

Schule ohne Rassismus

Auch dieses Jahr veranstalteten wir an unserem Berufskolleg Bethel eine Projektwoche zum Thema „Einer allein trägt kein Dach- Schule gemeinsam leben“. Es wurden unterschiedliche Projekte u.a. zu kulturellen Inhalten angeboten.

 

Eines der Projekte hat uns besonders interessiert und das war das zweitägige Projekt „Schule ohne Rassismus! Schule mit Courage!“, daher haben wir dort genauer nachgefragt. In dem Projekt setzten sich die Schüler aus unterschiedlichen Klassen mit den Begriffen „Demokratie“, „Rassismus“ und „Ausgrenzung“ auseinander.

 

Ein Bestandteil des Projekts war auch die szenische Auseinandersetzung mit dem Thema „Wie gehe ich mit Rassismus im Alltag um?“. Am ersten Projekttag haben die sich Schüler sich in Klein-Gruppen mit verschiedenen Fragen befasst, wie z.B. Was ist Rassismus? Was ist das neue Erscheinungsbild der Rechten? Wie redet man mit Rechten?

 

Am zweiten Projekttag wurde das Thema Kommunikation in den Mittelpunkt gestellt. Es wurde besprochen, warum wir uns missverstehen und was man grundsätzlich über Kommunikation wissen sollte. Die Projektgruppe hat auch besprochen wie man gegen Rechtspopulisten argumentiert und was die Interventionsstrategien im Umgang mit Rechten Parolen sind.                

Unsere Schule hat offiziell noch nicht die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus! Schule mit Courage!“, engagiert sich jedoch gegen Rassismus und plant zukünftig den Titel zu erlangen. 

 

Unsere Mitschülerin Meryem aus dem Projekt „Schule ohne Rassismus“ erläutert das Projekt und ihre Erfahrungen mit Vorurteilen und Rassismus im Folgenden etwas näher:

Meryem wurde bis jetzt nur selten mit ihrem eigenen Migrationshintergrund konfrontiert. Es wurde nur höflich nachgefragt, warum sie z.B. ein Kopftuch trägt.

Auf die Frage, wie ihr die Projektwoche gefalle, antwortete sie: „Ich finde es ganz gut. Es verläuft nicht trocken, macht Spaß und ist vielfältig“. Sie hat sich während des Projektes hauptsächlich mit der Frage „Was ist Rassismus“ beschäftigt. Sie selbst beschreibt Rassismus als „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist ein sozialwissenschaftlicher Begriff, der Einstellungen im Bereich Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung zu fassen versucht.

Wir danken Meryem für das Gespräch.

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